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Daseinsvergewisserungen

Johanna Ahlert, Monika B. Beyer, Stefan Demming, Christiane Fichtner, Sebastian Gräfe, Hannes Kater, Tina Tonagel, Silke Mohrhoff, Karin Puck, Antonio Velasco Muñoz 

5. – 20. Juli 2014                    Eröffnung am 4. Juli um 19 Uhr

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Viele Menschen entwickeln Rituale, um die eigene Existenz, den subjektiven Lebensweg zu bestätigen, irgendwie festzuhalten. Das passiert z. B. in Form von Tagebüchern, Listen, Sammlungen oder Fotos. Elke Prieß wollte wissen, welche Daseinsvergewisserungen Künstler und Künstlerinnen verwenden.

Johanna Ahlert, Monika B. Beyer, Stefan Demming, Christiane Fichtner, Sebastian Gräfe, Hannes Kater, Tina Tonagel, Silke Mohrhoff, Karin Puck, Antonio Velasco Muñoz zeigen nun ihre Bilder, Fotos, Objekte, Videos und Installationen zum Thema in dem verwinkelten Ambiente der Galerie. Einige Alltagsobjekte von Laien ergänzen die Präsentation. Die Kalendersammlung eines Lehrers neben den Videoskizzen von Monika B. Beyer, die Tagebücher von Christiane Fichtner neben der Gummibandkugel eines Journalisten – sehr unterschiedliche Formen der alltäglichen oder ausgewählten Vergewisserung des Lebens kann der Besucher entdecken.

Hannes Kater aus Berlin entwickelt für die Ausstellung eine Wandinstallation, die sich an seinen Tageszeichnungen orientiert. Karin Puck hat ihr Leben in Diagrammen festgehalten. Die persönliche Erfahrung verwandelt sich durch die künstlerische Form in abstrakte Begriffe und Bilder, die über die emotionale Verbindung hinaus grundsätzliche Fragen stellen.

 

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Einstiche – Sticken zwischen Kunst und Alltag

 

12. bis 22. Dezember 2012

 

Maria Baum, Monica Bohlmann, Monika Breden, Kirsten Brünjes, Anja Fußbach, Helga Gorges, Sabine Hanke, Sarah Kaesmayr, Alexandra Knie, Karin Puck, Victoria Martini, Silke Mohrhoff, Andrea Muheim, Dina Rautenberg, Stefanie Wagner

 

„Wer stickt, spinnt nicht,“ sagte Jean Christoph Ammann anlässlich einer Eröffnungsrede für den Stickkunstveteran Jochen Flinzer. Die Stickerei als Medium zeitgenössischer Kunst hat seit den 1990er Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Künstlerinnen und Künstler brechen mit dem Klischee, dass Sticken nur ein Ausdruck von Anstand und bürgerlicher Ordnung sei. Elke Prieß zeigt eine Gruppenausstellung mit 16 Positionen künstlerischer Stickarbeiten. Selbst mit der Sticknadel produzierend, hat sie Künstlerinnen und Gestalterinnen aus ganz Deutschland und der Schweiz eingeladen. Die Teilnehmerinnen sind Maria Baum, Monica Bohlmann, Monika Breden, Kirsten Brünjes, Anja Fußbach, Helga Gorges, Sabine Hanke, Sarah Kaesmayr, Alexandra Knie, Karin Puck, Victoria Martini, Silke Mohrhoff, Andrea Muheim, Dina Rautenberg, Stefanie Wagner. In sehr unterschiedlichen Arbeiten konterkarieren sie den Gestus eines autonomen Künstlersubjekts und spielen mit neuen Ausdrucksformen zwischen Handarbeit und Kunst. Dabei entstehen aufregende Werke, die zart daherkommen, aber Widerständiges und Wildes provozieren, die auch durch eine Technik der Konzentration und Reduktion für eine Entschleunigung des Alltags stehen. Die Techniken reichen vom handgefertigten Kreuzstich bis zum Maschinenstickgewirr. In meist kleinformatigen Stickereien zeigen die 16 Beteiligten auch inhaltlich individuelle Ansätze: Alexandra Knie aus Paderborn stickt Viren, Victoria Martini aus München Medienstars, Dina Rautenberg aus Darmstadt Insekten, Andrea Muheim aus Zürich Tagebuchnotizen. Neben den Bildern sind auch skurrile Alltagsobjekte, bedeckt mit üppiger Stickerei wie das Augensieb von Sabine Hanke, zu sehen.